Manchmal kommt es mir vor, als sei die Erde keine Kugel, sondern eine Scheibe. Wir teilen unseren Alltag mit einer Unzahl an neuen „Mitbewohnern“ in Form technischer Gebrauchsgestände – Smartphones, Drucker, Computer, Tablets – durch die wir täglich Stunden in einer Welt verbringen die zuallererst zweidimensional, grafisch und flach ist. Diese Welt der Flächen, auch der Oberflächen im Sinne zwischengeschalteter Kontaktpunkte, Schichten, ist der Ausgangspunkt für die meisten meiner Projekte, welche sich in unterschiedlichen Medien mit maschinellen Handlungsabläufen, Ebenen und Veränderungen der Definitionen von Subjekt(ivität) und Objekt(ivität) beschäftigen.

Buchstäblich scheinen wir in einer oberflächlichen Welt zu leben, die sich durch Flächen konstituiert und gleichzeitig auf diesen erscheint. Oberflächlichkeit neigt dazu in ihrer Begrifflichkeit negativ konnotiert zu sein (v.a. im Sinne psychologisch, hierarchischer Persönlichkeitsmodelle). Diese Zuschreibung hindert uns aber daran, Oberflächlichkeit und (Oberf)fläche als Körper und Raum generierende Möglichkeit zu betrachten. Genau daran versuche ich in meinen Arbeiten anzuknüpfen, wobei ich nicht daran interessiert bin, einen Verlust von Realität, Dreidimensionalität oder Authentizität zu betrauern, sondern im Gegenteil spielerisch mit Flachheit, Oberfläche und all den Ebenen dazwischen zu arbeiten.

I have the impression that the world isn’t a sphere, but a disc. Even though the compact disc has had its time already, there are discs everywhere. Our lives are accompanied by a multitude of new ‘roommates’ in the form of technological devices—smartphones, printers, computers, tablets, etc.—and everyday we spend hours in a world that is first and foremost two-dimensional, graphic and flat. This world of the flat has become a starting place for many of my projects, which use a wide range of media to explore mechanical behavior, surface, layer and the complexities of subjectivity and objectivity.

Literally, we live in a superficial world: a world existing or occurring at or on the surface. Despite the potential to use superficiality as a means of understanding flatness or counterpointing volume, we instead tend to regard it with a negative connotation. This negative reading psychologically handicaps us, hindering our ability to engage with notions of actual or metaphoric depth. My artworks are a response to this; they do not mourn the certain loss of reality or realness, rather they aim to work with flatness, surface and all the layers in between.